Traurig hängst Du das Köpfchen,
Weil muß geschieden seyn:
Meintest Du, närrisches Mädchen,
Ich sey für ewig Dein?

Deine Blume hab' ich nicht gebrochen,
Dein Kränzchen Dir nicht geraubt;
Die Luft hat mit Dir gesprochen,
Dem Winde hast Du geglaubt!

Und weil ich Dich eben genommen,
So wie ich Dich eben fand,
So meinst Du, mich hätte geschlungen
An Dich ein ewiges Band?

Und weil ich gelegen im Fieber,
Und hab' Dich im Traume geküßt,
So meinst Du, ich hätte für's Leben
Als meine Braut Dich gegrüßt? -

Sey ruhig und trockne Dein Thränchen,
Ich weiß, daß Dein Herzchen nicht bricht.
Heiß Blut und achtzehn Jahre -
Mein Mädchen, Du stirbst noch nicht!


About Joseph Christian Freiherr Von Zedlitz


Joseph Christian Freiherr von Zedlitz (Baron Joseph Christian von Zedlitz, born February 28, 1790, in Jánský Vrch Castle, Javorník (today in the Czech Republic), died March 16, 1862, in Vienna, Austria) was an Austrian dramatist and epic poet. His wife died 1836, and 1837 he was nominated by the foreign service to work for the Foreign Office. He was sent as representative of the Austrian imperial court to the principalities of Sachsen-Weimar-Eisenach, Nassau, Braunschweig, Oldenburg and Reuss. He was also a good friend of Joseph Freiherr von Eichendorff. **Joseph Christian Freiherr von Zedlitz's Works:** **Works** Todtenkränze, 1828 Gedichte, 1832, 1859... Read more...

Poet of the day

George Gascoigne was an English poet, soldier, artist, and unsuccessful courtier. He is considered the most important poet of the early Elizabethan era, following Sir Thomas Wyatt and Henry Howard, Earl of Surrey and leading to the emergence of Philip Sidney. He was the first poet to deify Queen Elizabeth...
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Poem of the day


Ta robe lente, pas à pas, soulève et traîne
Un bruit de feuilles d’or et de roses fanées,
Et dans le crépuscule où finit la journée
L’automne est las d’avoir entendu les fontaines.

Si tu passes le long des eaux vastes et vaines,
La statue, anxieuse...
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