Ihr werthen, lieben Gesellen,
Wir leben in düstrer Zeit,
Der Himmel ist schwarz umzogen
Mit Dunkel weit und breit.

Kein Strahl will ihn erhellen,
Es theilt die Wolken, dicht,
Die nächtlich ihn umwogen,
Kein Schimmer von freudigem Licht.

Es ist der Frühling gekommen,
Doch wollen die Bäume nicht blühn,
Kein Blümlein ist aufgeglommen,
Es werden die Wiesen nicht grün!

Das macht, es fehlt die Sonne
Mit ihrem warmen Schein,
Die Quell ist aller Wonne,
Die zeugt und belebt allein;

Und dringt auch ein Schimmer im Weiten
Hervor aus dem Dunkel, im Nu
Die Wolken darüber gleiten
Und decken ihn wieder zu.

So sitzen wir trauernd beisammen,
In öder, in schauriger Nacht,
Und spähn, ob die leuchtenden Flammen
Auf den Bergen umher nicht erwacht.

Und nirgend will es noch tagen,
Rings lastet das Dunkel noch schwer;
Die Herzen wollen verzagen,
Denn finstrer wird′s als vorher!

Drum eilet, die Saiten zu schlagen,
Erhellet die Nacht mit Gesang,
Dann wird auch den Scheuen und Zagen
Im finsteren Schatten nicht bang.

Schließt fester im Ring Euch zusammen,
Ihr edlen Sänger, so werth,
Ihr habt ja mit himmlischen Flammen,
Den glühenden Busen genährt.

So sprühet im freien Gesange
Die reine, die heilige Gluth,
Und bei dem gefeierten Klange
Erstarke das Recht und der Muth!
Kein Strahl will ihn erhellen,
Es theilt die Wolken, dicht,
Die nächtlich ihn umwogen,
Kein Schimmer von freudigem Licht.

Es ist der Frühling gekommen,
Doch wollen die Bäume nicht blühn,
Kein Blümlein ist aufgeglommen,
Es werden die Wiesen nicht grün!

Das macht, es fehlt die Sonne
Mit ihrem warmen Schein,
Die Quell ist aller Wonne,
Die zeugt und belebt allein;

Und dringt auch ein Schimmer im Weiten
Hervor aus dem Dunkel, im Nu
Die Wolken darüber gleiten
Und decken ihn wieder zu.

So sitzen wir trauernd beisammen,
In öder, in schauriger Nacht,
Und spähn, ob die leuchtenden Flammen
Auf den Bergen umher nicht erwacht.

Und nirgend will es noch tagen,
Rings lastet das Dunkel noch schwer;
Die Herzen wollen verzagen,
Denn finstrer wird′s als vorher!

Drum eilet, die Saiten zu schlagen,
Erhellet die Nacht mit Gesang,
Dann wird auch den Scheuen und Zagen
Im finsteren Schatten nicht bang.

Schließt fester im Ring Euch zusammen,
Ihr edlen Sänger, so werth,
Ihr habt ja mit himmlischen Flammen,
Den glühenden Busen genährt.

So sprühet im freien Gesange
Die reine, die heilige Gluth,
Und bei dem gefeierten Klange
Erstarke das Recht und der Muth!


About Joseph Christian Freiherr Von Zedlitz


Joseph Christian Freiherr von Zedlitz (Baron Joseph Christian von Zedlitz, born February 28, 1790, in Jánský Vrch Castle, Javorník (today in the Czech Republic), died March 16, 1862, in Vienna, Austria) was an Austrian dramatist and epic poet. His wife died 1836, and 1837 he was nominated by the foreign service to work for the Foreign Office. He was sent as representative of the Austrian imperial court to the principalities of Sachsen-Weimar-Eisenach, Nassau, Braunschweig, Oldenburg and Reuss. He was also a good friend of Joseph Freiherr von Eichendorff. **Joseph Christian Freiherr von Zedlitz's Works:** **Works** Todtenkränze, 1828 Gedichte, 1832, 1859... Read more...

Poet of the day

Little is known about Robert Henryson's life, who was a very well-known Scottish author much admired by his contemporories (often described as the 'greatest' Scottish medieval author); who wrote in middle-scots in the second half of the fifteenth century, and mainly during the reign of James III. He 'possibly' attended...
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Poem of the day


Festlig bredte sig Faklernes Glands fra kneisende Høisal
I den dæmrende Nat, da Ikarios, Høvding i Sparta,
Fæsted sin Datter bort, den yndigtrødmende Jomfru,
Penelopeia med hviden Slør til Drotten Odysseus.
Hundrede Harper klang i den kølige Nat, medens Maanen
Iled med Jomfrugang i den...
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